Wettbewerb 2012

 

 

Das Motto

Das Motto für das Jahr 2012 ist bewusst mehrdeutig gehalten und lautet:

„freiRAUM“

Freie Räume in der Innenstadt können vieles sein: Park- und Grünflächen, Baulücken, Brachflächen, (Laden-)Leerstände. Darüber hinaus lässt sich ein Freiraum als Synonym eines Spielraums – sowohl im übertragenen Sinn potenziell vielfältiger Chancen- und Nutzungsvielfalt als selbstredend auch im Wortsinn des Spielens – verstehen.

Freie Räume in der Innenstadt sind für die Stadtentwicklung Herausforderung und Chance zugleich. Park- und Grünflächen stellen potenzielle Oasen der Ruhe und Erholung für die Menschen dar. Baulücken, Brachflächen und „Unorte“ bieten einerseits die Chance, sie architektonisch zu beseitigen bzw. zu schließen oder sie andererseits im oben genannten Sinn eines Ruheraums umzuwandeln. Ein innovatives Ladenleerstands-Management kann und muss mehrgleisig ausgerichtet sein und sowohl neue Einzelhandels- und Gewerbenutzungen als auch Um- oder Zwischennutzungen anderer Art verfolgen.

Nicht zuletzt sind die sich am Wettbewerb beteiligenden Städte aufgefordert, die vorhandenen Freiräume aller möglichen Arten in ihren Innenstädten auszuloten und mit Leben zu füllen bzw. neue Freiräume zu entdecken.

Darüber hinaus gilt es, mittels des Mottos Projekte zu initiieren,

  • die sich orientieren an innenstadtrelevanten Themen und Problemen, wie sinkenden Besucherzahlen, leer stehenden Handels- und Wohnimmobilien, schwindender städtebaulicher Attraktivität in den Stadtzentren und Stadtteilen, fehlender Integration und Identität,
  • die zentrenverträgliche Lösungen darstellen und sich in ihrer Gestaltung an hohen Qualitätskriterien orientieren,
  • die entsprechende Maßnahmen der Stadterneuerung, -planung und -gestaltung initiieren bzw. öffentlichkeitswirksam inszenieren und im Bewusstsein der Bevölkerung verankern,
  • die nicht nur Interessenpolitik für eine bestimmte Gruppe betreiben, sondern eine generationsübergreifende Perspektive einnehmen,
  • die eine Diversifizierung von Lebensstilen sowie die Alterung der Gesellschaft als Chance nutzen für neue Entwicklungen zur Kundenbindung im Bereich der Nahversorgung.

Downloads

Ausschreibung Ab in die Mitte 2012 (PDF)

Wettbewerbsantrag (Word)

Projektkosten (Excel)

Förderrichtlinien Stadterneuerung (PDF)

Dabei ist eine enge Kooperation mit Akteuren aus Immobilien- und Standort-Gemeinschaften und Werbegemeinschaften vor Ort sowie die Thematisierung der Problematik leer stehender Handels- und Wohnimmobilien bzw. „schwieriger“ Immobilien ausdrücklich erwünscht.

Ausdruck finden können die zu entwickelnden Maßnahmen auf den Gebieten Kultur, Freizeit, Tourismus, Imagepflege und Serviceangeboten in stadtgestalterischen und -erneuernden Maßnahmen. Wie in den vergangenen Jahren ist dabei die Verbindung von städtebaulichen Investitionen mit öffentlichkeitswirksamen Präsentationen und Inszenierungen ausdrücklich erwünscht.

Die kommunalen Projekte sollen einen thematischen und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Schwerpunkt erkennen lassen. Um diesen können sich verschiedene Veranstaltungen ranken. Wichtig ist, dass die gewählten Handlungsstrategien jeweils konkret ortsbezogen sind und auf der Grundlage der jeweiligen örtlichen und regionalen Bedarfe, Bedingungen und Potenziale entwickelt und umgesetzt werden.